Die Historie des Seniorenzentrum Christofferhaus Siegen

Der Bau des Christofferhaus Siegen

Die Geschichte unserer Einrichtung reicht zurück bis in das Jahr 1953. In diesem Jahr wurde am Osthang des Häuslings (ein Berg in Siegen) mit dem Bau des ursprünglichen Altersheims Christofferhaus begonnen. Es war damals das zweite Wohnheim für Ältere, dass nach dem 2. Weltkrieg von der Christengemeinschaft in der Bundesrepublik errichtet wurde. Die Christengemeinschaft ist eine Bewegung für religiöse Erneuerung, welche sich an dem Gedankengut von Rudolf Steiner orientiert.

Die Initiative für den Bau ging dabei von Paulus Balles, dem Pfarrer der Christengemeinschaft in Siegen aus. Er war erfüllt von dem Wunsch, nicht nur ein „Heim für ältere Menschen“ zu bauen, sondern Dieses auch mit einer Kapelle zu verbinden. In dieser Kapelle sollte sich ein Vortragssaal und darüber ein im Sprachgebrauch der Christengemeinschaft ausgedrückt „Kult- oder Weiheraum“ befinden.
Ausgehend vom, Altar der Kapelle sollte sich das real Geistige auch auf den Bereich des Heimes und seine Bewohner auswirken und im Alltag wiederspiegeln.:

"Der Ausdruck des helfenden Willens, aus den Kräften des Auferstandenen im Sinne wahrer Menschlichkeit eine helfende Tat zu vollbringen."


Nach der Grundsteinlegung und einer zehnmonatigen Bauphase wurde das Christofferhaus am 24. September 1954 offiziell eröffnet. Es verfügte über 51 Heimplätze. Hiervon war bestimmungsgemäß die Hälfte für Vertriebene und Flüchtlinge bestimmt. Für die damalige Zeit außergewöhnlich war die Tatsache, dass es überwiegend Einzelzimmer gab. Nur einige Ehepaare hatten Doppelzimmer.
Aus einer Aufzeichnung „Erinnerungen an die Anfangszeiten der Christengemeinschaft in Siegen“ von Frau Dr. Meinberg:

Beim Bau des Altenheims wurde ich in der Stadt Zeuge folgenden Gespräches: Da oben in dem anthroposophischen Kloster bekommt Jeder ein Zimmer für sich alleine und die eigenen Möbel können mitgebracht werden."

Frau Dr. Meinberg war verwundert, da in den städtischen Altersheimen in der Regel sechs Menschen in einem Raum untergebracht wurden.

 

Das Leben im Christofferhaus Siegen

Aufschluss über das Leben im Haus während der ersten Jahre liefert ein Artikel, der in einem Sonderdruck der Siegener Zeitung am 18.09.1954 erschien.
Dort heißt es: 

„Die Heiminsassen, von denen bestimmungsgemäß die Hälfte auf Vertriebene und Flüchtlinge entfällt, werden von drei geprüften Krankenschwestern betreut. Das Haus wird durch eine Ölfeuerung angeheizt. Die ausschließliche Verwendung von Gas und Elektrizität sichert einen neuzeitlichen sauberen Küchenbetrieb. Ein großer Speisesaal, einige Tagesräume und eine nach Süden gelegene geschlossene Liegehalle gewähren im Heim angenehmsten Aufenthalt. Ebenso bietet sich ein erholsamer Spaziergängen in das nahe, waldreiche Gelände des Häuslings und der Umgebung an, wo sich eine prächtige Aussicht auf Stadt und Berge bietet. Wöchentliche Vorträge und sonstige Veranstaltungen versammeln die interessierten Heimbewohner in der Erörterung kultureller und religiöser Erfahrungen. Der von einer Musikpädagogin gebildete Chor stellt sich in den Dienst der sonntäglichen Feiergestaltung. Schließlich ist einem aus einigen Insassen gebildeter Vertrauenskreis eine Mitwirkung in der Verwaltung eingeräumt.“ 

Dabei stand Christofferus, der Christusträger für den Gedanken Pate, dass sich die Menschen, die im Christofferhaus eine neue Heimat fanden, gegenseitig tragen und getragen fühlen konnten.

Der spätere Heimleiter Rolf Jung formulierte in einem Schreiben, dass dieses heimatliche und geborgene Gefühl bestehen bleibt, auch als das einstige Wohnheim für Ältere zu einem Pflegeheim für pflegebedürftige Menschen im Sinne der 1995 eingeführten Pflegeversicherung wurde.

 

Ja, die Zeit hatte auch dem Christofferhaus Veränderungen gebracht.

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